Mit Smartphones, kleinen LiDAR‑Scannern oder einfachen Distanzmessern erfassen wir Breiten, Durchfahrtshöhen, Beläge, Neigungen und Licht. Zeitpunkte werden protokolliert, weil Nutzung, Geräusche und Sicherheit tageszeitlich schwanken. Jede Messung bekommt Fotos, Kontextnotizen und Koordinaten, damit spätere Auswertungen sauber nachvollziehbar bleiben und lokale Eigenheiten nicht verloren gehen.
Orthofotos und Schummerungen verraten gedeckte Wege durch Schattenwürfe, Reflektionen und winterliche Kontraste. In Kombination mit Gebäudekanten lassen sich Arkadenkorridore hypothesieren, die Feldteams gezielt prüfen. Saisonale Serien zeigen Laub‑Einflüsse, während Schrägbilder Tore und Vordächer offenbaren. Prüfroutinen vermeiden Fehlinterpretationen durch Markisen, Gerüste oder temporär überdachte Marktstände.
Viele Wege führen über Privatgrund, sind aber faktisch öffentlich zugänglich. Wir respektieren Hausordnungen, klären Foto‑Erlaubnisse, anonymisieren sensible Details und dokumentieren Zugangsregeln. Personenbezogene Informationen werden nie erhoben. Transparente Notizen zu Quellen und Grenzen stärken Vertrauen, ersparen Konflikte und eröffnen Dialoge mit Eigentümerinnen, Hausvereinen und Stadtverwaltungen.
Eine gute Klassifikation spricht Alltagssprache und bleibt formal präzise. Wir verknüpfen lokale Bezeichnungen mit eindeutigen Attributen, erlauben Mischformen und dokumentieren Sonderfälle. So passen auch Hofpassagen mit Teilüberdachung, temporär geschlossene Durchgänge oder beleuchtete Nachtwege hinein, ohne im Datendschungel zu verschwinden oder in starren Kategorien zu verhärten.
Nicht immer zählt die kürzeste Strecke. Wir gewichten Schutz vor Regen, Oberflächenkomfort, Steigung, Licht und soziale Belebung. Aus Korridoren wird ein Graph, der alternative Routen vorschlägt, je nach Wetter, Tageszeit oder Bedarf. So entstehen Empfehlungen, die pragmatisch, sicher, freundlich und überraschend schön sind, statt nur effizient.
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